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L?

Gehen durch die Stadt

Sonntag, 28. November 2010, 11:59


Gehen durch die Stadt. Auf Schattierungen von Grau, im Wetter ausgegrautem, müdem Asphalt, über leise kicherndes-schimmerndes Kopfsteinpflaster, behäbige breite Granitquader mit grau-grünen Moosbärten, dunkelgrau gelaufenen Teer, helle heitere Betonflächen, ein Stück entlang den im Zement erstarrten Spuren eines Hundes, vorbei an schlammig-dunklen Pfützen, vorsichtig über mattgraues Eis und scharfkantigen lauernden Streusplit, hinein in breit getretenen, geduldigen Schnee.


Gehen über Plätze,

empor über Stufen, entlang schlafender, verschwiegener Parks und ihrem Wissen um heimliche Amouren in Jahrzehnten, geborgen und bewahrt zwischen marmornen Monumenten und alten, breiten Buchen. Verweilen an sausenden Kreuzungen mit ihrem immer gleich ablaufenden Spiel glühender Ampfelfarben, geduckt unter kältestarren, grimmigen Atlanten am Ring, dem Trottoir entlang, vorbei an herrschaftlichem Fin de Siècle.

Die neue Hofburg, Erinnerung an eine frühe Straßenbahnfahrt im Morgendunkel zum Westbahnhof, erwartungsvoll, verliebt, rasch den Platz vor dem Museumsquartier überquert und durch das Geschiebe und Gedränge der Mariahilfer Straße, Ausbruch nach rechts in die nächste Seitenstraße, um der dumpf pulsierenden Konsummeile zu entkommen.

Dunkelgraue Wohnhausfassaden der 50er-Jahre, Erinnerung an Bombentreffer zwischen Gründerzeit und Biedermeier, Geruch nach Kohleheizung über den Dächern und ihren nur teilweise sichtbaren Kaminen, dem Straßenbahngeleise entlang. Durch einen kleinen, verwinkelten Park zwischen Feuermauern, ein Normspielplatz mit Kletterseilen, in sich verschlungener Graffiti, wirr gesprüht auf bröckelnden Verputz, daneben, ohne Übergang, die kalten, glatten Aluminiumplatten eines Neubaues, mühsam ins Metall ein Herz mit unbekannten Initialien eingeritzt unter einem Fenster. Plötzlich, in der Ferne, die Kahlenbergkirche, blass-gelb durch den Winterdunst schimmernd, hoch über dem Summen und Gurgeln der Stadt.


Die Ort und Plätze sind bekannt,

durchgangen, so oft durchlaufen, unter stillem Hochnebel, trotzig gegen das flache schneidende Licht der Februarsonne, in fieberflirrender Hitze des Julis und inmitten weiß-grauen Schneenebels im Dezember. Doch gleicht kein Gang dem anderen, die Stadt verändert sich ständig, wie auch der sie beobachtende Fotograf sich wandelt. Unmerklich, wie ein riesenhafter, wachsender Organismus, leise, sanft, harmonisch, dann wieder laut, schrill und rücksichtslos.

Ich passiere den Neubau des Bahnhofes, brutal hingeklotzt in den nun zu kleinen Raum, die umliegenden Häuser überragend und drohend überschattend, viel zu nahe, wie ein muskulöser Schläger dicht vor seinem Opfer, kurz vor der Tat. Noch steht das Monster im Gerüst, unheimlich, wie die Lanzenspitzen eines längst untergegangenen Reiterheeres, zeigen die Rohre und Latten über die Hausdächer in den Himmel.


Suche nach Mustern, Bildern, Metaphern,

kompositorischen Zufällen und Gefühlen, die wieder zu neuen Bildern und Arrangements führen. Abgehen der gegebenen Formen, Abgleich mit bereits Gesehenem, Erinnertem, neu ordnen, bewerten, aufgeben. Weitergehen und jetzt wieder diese so bekannte, jäh aufkommende Verzweiflung.

Es ist heute für den Fotografen nichts deutlich, klar, von selbst im Sucher des Suchenden, auch keine Annäherung, die Stadt öffnet sich nicht, kein Bild, keine Interpretation, nicht einmal eine Erinnerung.

Nein, heute ist nichts mit der Kamera festzuhalten, nach Hause zu bringen. Aber ich habe wieder einen Teil mehr von der Stadt gesehen, verstanden.

Und damit von mir und meiner Geschichte. Und auch meiner Zukunft.

Leer und ohne Antrieb - aber in Bewegung!

Samstag, 27. November 2010, 11:05

Ein erreichtes Ziel ist nur eine Wegmarke ...

Ein erreichtes Ziel ist nur eine Wegmarke ...



Leer sein, plötzlich, sich leer fühlen, ideenlos, ohne Antrieb, keine Bilder die man suchen gehen möchte, Lustlosigkeit, Wetterausreden, ohnehin schon alles gesehen, diffuse Sinnfrage, undeutliches Würgen in der Kehle, Abneigung gegen das, was bisher das Leben so macht- und freudvoll bestimmte ...

Wohl jeder, der leidenschaftlich - und dabei regelmäßig, diszipliniert - einem Ruf oder einer inneren Berufung folgt, kommt an diese Wegmarke, wo jeder weitere Schritt unmöglich scheint. Was bisher Freude bereitete, selbstverständlich schien und grundlegend, verkommt nahezu im Moment zur Belastung, zum schier undurchdringlichen Dickicht aus Mühsal und Frustration, pervertiert zur scheinbar unerträglichen Last mit damit verbundener verzweifelter Forderung nach Aufgabe, Vergessen, Flucht!

Die Schreibenden kennen es als massive, kompakte Schreibblockade, die sich in einem hämisch grinsenden - leeren - Blatt Papier oder einem leeren Monitor manifestiert, die vor Publikum Auftretenden als lähmendes, niederdrückendes oder schüttelndes Lampenfieber, die Gläubigen als Verzweiflung an ihrer Kirche, sogar an ihrem Gott, die Konsumanbeter als Übersättigung und Reizlosigkeit, die Gourmets als kulinarische Fadesse bis hin zum Brechreiz - und die Fotografen als momentanes Unvermögen, oft auch Unwillen, Bilder zu sehen, damit zu finden und festzuhalten. Schrecklich klingen dazu Alarmrufe wie "ausgebrannt", "die schöpferische Kraft verloren", "sein eigenes Potential ausgeschöpft", "alles restlos gegeben", "sich verbraucht haben" oder, besonders deprimierend, "das Wegende erreicht haben im Nichts".


Oft stellen sich diese Zustände ganz plötzlich ein, mitten in einem produktiven Hoch, gerade dann, wenn der innere - und damit der äußere - Raum geöffnet scheinen für grenzenloses Fließen der eigenen Vorstellungen, Ideen und Kraft.

Vielleicht ist ein unerwartet kritisches Wort der unerwartete Auslöser, durchgemachte Arbeitsnächte, der erschreckende Vergleich mit der Arbeit Anderer, oder das plötzlich überhandnehmende Gefühl, sich nicht wirklich gerecht zu werden, die offenkundige Beschränktheit des eigenen
Talents ...



Was ist zu tun?

Ich möchte hier jetzt nicht alle denkbaren Möglichkeiten von völliger Destruktion bis zum künstlich herbeigeführten Rausch aufzählen, um diesem leidvollen Zustand versuchen zu entkommen.

Was ich vorschlage, ist, einmal gar nichts zu unternehmen. Innezuhalten, das Werkzeug, egal ob Bleistift, PC-Maus oder Kamera aus der Hand zu legen, sich alleine hinzusetzen und - zu lauschen, in sich hineinzuhören und damit in sich hineinzusehen. Man muss dazu nicht einmal die Augen schließen, gerade dann, wenn es einem schwer fällt, seinen visuellen Halt an der Umgebung loszulassen.

Vielleicht wird das eigene Elend dadurch sogar noch schlimmer, möchte man sofort wieder aufstehen, weil man es nicht aushält und lieber irgendetwas tun, egal was!, weil alles besser scheint, als weiter zu leiden. Davonlaufen, an einen anderen Ort, innen oder außen, nur weg aus dieser Mutlosigkeit, Verzweiflung und Schwere!

Oder man wird müde, gleitet erschöpft in die eigene Unterwelt, staunt über das Ineinanderfließen der äußeren und inneren Bilder, erschrickt dabei oder verliert sich in Faszination und Staunen, schläft ein, träumt ...


Mir hilft dieses Innehalten, um immer wieder aufs Neue zu erkennen - wo es doch eigentlich schon verstanden ist, dass dieses Versiegen der Kraft Teil eines harmonischen, wiederkehrenden Ablaufes ist, ohne den es keinen Antrieb, keinen neuen Aufstieg und kein Hoch geben kann. Und ein einmal erreichtes Ziel ist immer nur eine Wegmarke!

So unangenehm und leidvoll das Erleben eines Tiefs ist, so wichtig ist es für mich, mich durchtragen zu lassen. Durchtragen, da es sich dabei um keine Stagnation, sondern eine Bewegung handelt, auch wenn es im Moment so überhaupt nicht scheint! Manchmal hilft dabei eine leichte Erkrankung, ein grippaler Infekt, Unwohlsein, leichtes Fieber, als Folge des Rückzugs aus der Aktivität, um das Verweilen und Schauen in sich zu erleichtern, oft auch nur möglich zu machen.

Und plötzlich, wie eine aufschießende Flamme in der Dämmerung oder ein unvermittelter, machtvoller Sonnenaufgang in einem Tropensommer, ist die eigene Kraft wieder da, damit der feste Tritt und der Weg, den man wieder vor sich sieht! Und manchmal befindet man sich sogar an einem völlig neuen, unerwarteten Ort, mit neuen Eindrücken und neuen Ideen und Sichtweisen!

Wie auch immer Sie ihre persönlichen "kreativen" Tiefs erleben, ich wünsche Ihnen einen guten und "produktiven" Umgang damit. Lassen Sie sich tragen - es geht von selbst weiter! :-)

Sensation 1985: Minolta 7000

Dienstag, 16. November 2010, 20:41

Sensation 1985: Minolta 7000

Sensation 1985: Minolta 7000


Und da ist sie nun, ausgepackt, heute Früh, nach dem Kaffee, tat ich es endlich. Zustand A wie erwartet. Objektiv kam extra dazu.

Mir gefällt das Design immer noch sehr gut, 1985 war das natürlich topmodern.

Die 7000er war - als erste praxisgerechte Autofokus-Spiegelreflex - eine Sensation, die den gesamten damaligen Kameramarkt durcheinanderwirbelte.

Eine sensationelle Bereicherung für meinen Schrank!

Was hält mich nur zurück?

Montag, 15. November 2010, 20:13

Ich habe mir um EUR 15,- eine Minolta 7000 in Bestzustand gekauft, bei der empfohlenen Händlerin in Bayern/Augsburg. Heute ist das Paket eingetroffen, es steht, akkurat verklebt mit vielen bunten Etiketten, auf meinem Schreibtisch.

Die 7000er war mein - unerreichbarer - Jugendtraum. Sie kam 1985 auf den Markt, gerade, als ich meine Minolta X-700 erstanden hatte vom Ferialjob-Lohn.

Und heute gehört sie mir!

Vorhin wollte ich das Paket öffnen, aber ich kann es nicht. Sobald ich die Schere in die Hand nehme, sinkt mir der Arm kraftlos herab.

Was hält mich nur zurück?

Seltsames aus der Einstellscheibenwelt der Canon New F-1

Sonntag, 14. November 2010, 18:57

Folgende Beobachtungen an ein- und derselben New F-1:

  • Einstellscheibe AF + FD 35/2.0 > Mikroprismenfeld flirrt bei Stellung auf Unendlich
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  • Einstellscheibe AF + FD 85/1.8 > Mikroprismenfeld bei Stellung auf Unendlich nicht mehr sichtbar, also so, wie es sein soll
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  • Einstellscheibe AF + FD 50/1.4 > detto
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  • Einstellscheibe AE + FD 35/2.0 > Mikropismen flirren nicht, alles so, wie es sein soll
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  • Einstellscheibe AG + FD 35/2.0 > detto


Wie kann das sein? Gibt es hier - nicht dokumentierte - Inkompatibilitäten?

Die Einstellscheibe "F" ist für lichtstarke Objektive von 1:1,2 bis 1:2.8 Anfangsöffnung empfohlen, die Einstellscheibe "G" fuer 3,5 bis 5,6.

Wer kann diese Nuss knacken?

Unterwegs mit der Nikon F3 im Novembernebel

Sonntag, 14. November 2010, 10:08

Sonntag, die zurückliegende Arbeitswoche verblasst, eine neue steht bevor. Zone der inneren Schwerelosigkeit, die sich jedoch nie von selbst einstellt, vergangene Besprechungen klingen nach, E-Mails, Konflikte, die Timeline des Projekts, Organisation der Ressourcen, Worst case-Szenarien, Ausweichmöglichkeiten ... Das innere Projektmanagement kennt keinen Stillstand, tritt nur in den Hintergrund, die Aufmerksamkeit verteilt sich wieder auf andere Lebensbereiche, langsam, nicht direkt ...

Entspannung hat mehrere Komponenten: Nichts tun, die flachste Sendung im TV wie faden Brei schlucken, Sport, das lange Frühstück, mich treiben lassen im Web, Information aufnehmen, Gespräche mit Freunden, Musik hören oder machen, Schreiben ...

Ich muss raus aus der Wohnung. Kurz entschlossen greife ich meine F3 und lege Film ein, nur einfache Ausstattung: 35 Millimeter Festbrennweite, Gegenlichtblende, Kameragurt und den Ersatzfilm in meinen Rucksack. Auf die Straße und hinein in den morgendlichen Novembernebel, der sich unvermittelt und feucht auf die Augen legt und die Konturen der Stadt wie in einem Teller voll kühler, leichter Milch zergehen lässt ...

Das Metall der Kamera fühlt sich kalt an in der Hand und an der Stirn, intuitive Kommunikation über Schalter und Drehringe, Minimalinformation im Sucher, nichts lenkt vom Moment ab, Motivsuche - Erkennen - Einstellen und Auslösen sind so gut wie Eines. Ereignisse der Arbeitswoche sind plötzlich wieder präsent, Details leuchten auf, irrlichtern durch das Bewusstsein und verglimmen wie ausgebrannte Feuerwerksraketen, genauso rasch, wie sie am inneren Horizont aufgestiegen sind. Bilder aus den vergangenen Lebensjahren überlagern sich unvermittelt im Kamerasucher mit Motiven, schaffen neue Interpretationsmöglichkeiten, Erkenntnisse, bringen Ideen für die Zukunft - die Zeitwahrnehmung setzt aus, verliert sich im Nebel in der Stadt ...

Ein leises Frösteln bringt mich in den Moment zurück. Ich blicke mich um. Vor mir liegen die kleinen Häuser einer Siedlung an der Stadtgrenze, dahinter die weiten flachen Felder des Marchfeldes bei Wien, die sich scheinbar in der Endlosigkeit des Nebels verlieren. Jetzt nehme ich auch die rote Kontroll-LED am Kameramotor wahr, die still anzeigt, dass das Filmende erreicht ist.

Drei Stunden war ich zu Fuss unterwegs, wie kam ich eigentlich hierher, warum, und was habe ich auf dem Weg fotografiert? Ich entriegle den Kameramotor, leise jaulend spult der Film in die Patrone zurück, ein singendes Geräusch zeigt mir an, dass der Vorgang abgeschlossen ist. Mit dem Schiebeschalter stelle ich den Motor ab und verpacke die F3 sorgfältig in meinem Rucksack. Ich halte auf die Endstelle der Straßenbahn zu, die ein paar hundert Meter vor mir hinter der Nebelwand liegen muss - hoffe ich zumindest.

Die vergangene Arbeitswoche ist abgeschlossen, die nächste liegt vor mir. Für einen kurzen Moment habe ich diese innere Schwerelosigkeit erreicht, die mir so wichtig ist, zu der ich aber keinen direkten Zugang finde. Leicht und zufrieden steige ich in den Straßenbahnwaggon, genieße die Wärme und den Geruch nach alten Heizdrähten im Inneren und schließe die Augen. Und nun sehe ich auch wieder die Motive vor mir, die ich fotografiert hatte. Meine F3 liegt dabei kalt und schwer im Rucksack neben mir. Ich frage mich oft, ob auch Kameras schlafen, ob durch ihre elektronischen Schaltkreise Bilder aus Träumen und vergangenen Touren fließen ...

Bis sich meine Nikon zu Hause dann wieder akklimatisiert hat zur Filmentnahme, werde ich einen heissen Kaffee trinken und mich einmal mehr über die Gesellschaft dieser stillen und unaufdringliche Begleiterin auf so vielen Stadtwanderungen freuen, die mich noch nie im Stich gelassen hat.

Und jetzt kann auch der neue Montag kommen. Aber nicht, bevor dieser Sonntag zu Ende ist!

Welchen Weg geht ihr in der analogen Fotografie?

Sonntag, 7. November 2010, 11:28

Im Nikon Fotografie-Forum, meinem liebsten Treffpunkt für die Diskussion von Fotothemen, habe ich heute eine Umfrage zur analogen Fotografie inklusive kurzem Fragebogen gestartet:


=> Posted by "Ando"

Heute interessiert mich, welchen Weg ihr in der analogen Fotografie geht.

Entwickelt ihr eure Filme selbst oder überlasst ihr das einem Labor, arbeitet ihr in der Dunkelkammer, lasst ihr eure Filme scannen oder erledigt ihr das mit eurem eigenen Scanner? Fotografiert ihr überhaupt auf Film oder sammelt ihr "nur" analoge Kameras beziehungsweise interessiert euch für das Thema? Welche Filmtypen bevorzugt ihr?

Zusätzlich noch die Frage, mit welchen "analogen Kameragenerationen" ihr arbeitet.

Diese Umfrage soll uns natürlich - wie immer - unterhalten, aber auch ein Versuch sein, die analoge Community hier fachlich etwas näher zu bestimmen ;-)

Ich bin gespannt!

Was für herrliche Fotos!

Samstag, 6. November 2010, 23:01

photoscala.de:

Photographische Seiltänzereien

Das Schweizerische Alpine Museum in Bern zeigt erstmals das erstaunliche und umfangreiche Lebenswerk des ersten Schweizer Hochgebirgsfotografen Jules Beck (1825-1904), das über 100 Jahre lang im Archiv lagerte.


Was für herrliche Fotos! Eine Wohltat für Auge und Gemüt inmitten der kurzlebigen Bilderflut, der man in Funk, Netz und den Illustrierten im Wartezimmer des Zahnarztes ausgesetzt ist ...

Not only in terms of money ...

Samstag, 6. November 2010, 20:45

Just posted in photo.net

Topic: "Something bought too good to part with it?"

David, several months ago I sold a focusing screen for my Nikon F3. I owned three items of that type. Till today I regret this sale deeply. I have no rational explanation for this. Maybe because every outfit not produced anymore is rare and therefore valuable (not only in terms of money)?

"Die Herausforderung II": Canon T90 und Nikon ?

Samstag, 6. November 2010, 12:52

1986 ließ Canon seine T90 vom Stapel, die - obwohl "nur" manuell zu fokussierende Spiegelreflexkamera - den damaligen Kameramarkt ordentlich aufrüttelte:

  • Neuartiges, ergonomisches Design ("runde Ecken und Kanten")
  • Drei Belichtungsmessarten: mittenbetont, selektiv, Spot (allerdings keine Mehrfeldmessung)
  • ausgefeilte Multi-Spotmessung mit Speicherung verschiedener Messwerte
  • Lichter-/Schattenkorrektur per Shift-Tasten
  • Drei Motoren an Bord für Filmtransport vorwärtes, rückwärts und Verschlussauslösung
  • Einstellung der meisten Funktionen mit neuartigem elektronischen Wählrad
  • mehrere Belichtungsprogramme
  • Messwertspeicherung für Blitzbelichtung in Verbindung mit Spotmessung und Messblitz (mit Canon Speedlite 300TL)


Was hatte Rivale Nikon zu dieser Zeit dagegen aufzubieten und wie reagierte "der Gelbe" auf die Herausforderung des "Roten"?

Und war die T90 damals - als reine MF-Kamera und trotz aller fortschrittlichen Features - nicht bereits zu spät dran? Minolta brachte ja ein Jahr zuvor mit der Minolta 7000 bezahlbaren und insbesondere praxistauglichen Autofokus auf den Markt.

Was meinen Sie dazu? Waren Sie damals eventuell Zeitzeuge, als die T90 die Fotowelt verrückt machte und für ein gewaltiges Rauschen im Fachblätterwald sorgte?

Ich freue mich auf Ihre Meinung dazu, schreiben Sie zu diesem Beitrag einen Kommentar! Zusammenfassung und Fortsetzung folgt!

Herzlichst,

Andreas Thaler