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L?

Déjà-vu: Plakatwelt 1982

Montag, 28. Juni 2010, 22:50



Völlig unvermittelt wurde ich gestern mit dem Jahr 1982 konfrontiert.

Ich kam am Areal des ehemaligen Südbahnhofes in Wien vorbei und sah diese vergessenen Plakate.

Das sind die Fotos dieses unvergleichlichen Déjà-vu wie es sich nur ganz selten einstellt.

Chaos im Negativlabor

Sonntag, 27. Juni 2010, 21:39

So gut hatte es heute begonnen:

Die Entwicklungs-Gerätschaft war aus dem Schrank geholt und übersichlich aufgebaut, die Mensuren sauber, der Film erfolgreich in die Dose verbracht und das Prozesswasser exakt auf 20 °C temperiert. Ausgehend von den Erfahrungen mit der letzten Filmentwicklung hatte ich auf dem Timer diesmal die Entwicklungszeit um eine Minute kürzer eingestellt.

Alles bereit - los!

Der verdünnte Entwickler gluckerte in die Dose, der Timer quittierte mit einem Piepsen den Start und diesmal kippte ich die Dose genauso wie von Ilford empfohlen vier Mal jeweils zu Beginn jeder Minute.

Der Klassiksender brachte das Debut eines Kabarettisten im Hintergrund, Mozart wäre mir lieber gewesen, aber ich überhörte das penetrante und gar nicht unterhaltsame Gelabber aus dem Radio. Euphorische Stimmung stellte sich ein - diesmal mache ich alles richtig!

Der Timer trillerte ohne Unterlass weiter, nachdem er das Ende der Entwicklungszeit signalisiert hatte. Das Piepsen irritierte mich, aber ich konnte es nicht abstellen weil ich nasse Finger hatte und mit dem Stoppbad beschäftigt war.

Tri-Tri-Tri - schwungvoll goss ich die Stoppbadlösung in die Entwicklungsdose und hob diese an um sie zu bewegen. Mit der endlich freien und sauberen rechten Hand startete ich erneut den Timer. Aus dem Radio quasselte der mäßige Unterhalter dahin wie der Ansager in einem Bierzelt und ich ärgerte mich über die dämlichen Pointen die keine waren.

Merkwürdig schwer fühlte sich das Dose an, was ist passiert, hatte ich etwa Flüssigkeit für zwei eingelegte Filme eingegossen? Irgendetwas stimmte da nicht.

Tril-Tril-Tril setzte der zweite Alarm am Timer ein und kreuzte sich mit dem ersten, den ich noch nicht abgestellt hatte.

Das Publikum blökte auf und der Kabarettist rief etwas, was ich nicht verstand.

"Teufel auch, ich hab die Dose nicht ausgeleert und hab das Stoppbad in die Entwickerlösung geschüttet, ich Narr!" durchfuhr es mich und ich konnte mich im Moment nicht erinnern, jemals einen solch fatalen Fehler beim Filmentwickeln gemacht zu haben. Fassungslos starrte ich auf die schwarze Dose aus England. Was nun? Raus mit dem Zeug und rein mit dem Fixierer. Was konnte passiert sein? Unregelmäßige Entwicklung, Flecken?? Hauptsache, die Fixierung klappt, was immer da auf dem Film jetzt drauf ist.

Ich aktivierte am Timer den dritten Countdown und fingerte auf den Tasten, um die beiden noch immer quäkenden Alarme abzustellen. Krachend fiel der Timer von der Metallverkleidung der Therme auf die Küchentischplatte. Der Magnetfuß hatte nicht gehalten. Fluchend überprüfte ich das Gerät und stellte fest, dass die eingestellte Zeit für den Entwickler nicht gestartet war. Also nochmals drücken und eine geschätze Minute länger Fixieren wird dem Film ja nicht schaden.

Schwitzend und unter Selbstvorwürfen brachte ich diese entgleiste Filmentwicklung zu Ende und hängte den nassen Film in den Schrank zum Trocknen. Ein erster schneller Blick, keine Fehler auf dem Film feststellbar, Gewissheit hab ich aber erst morgen Früh. Zu blöd, gerade diese Fotos, die ich heute Nachmittag mit meiner Canon T90 gemacht hatte, sind für mich wichtig und eine Wiederholung der Aufnahmen ist nicht möglich. Mit Photoshop kann ich ja bei Bedarf vieles reparieren, aber diese Nacht wird nicht erholsam ausfallen ...


Was habe ich aus diesem Chaos heute gelernt?

  • Sämtliche Chemie steht beim nächsten Mal fertig angerichtet in Mensuren bereit und wird nicht erst zwischen den einzelnen Prozessschritten zusammengemischt.
  •  
  • Der Timer wird sicher auf dem Tisch abgestellt, vielleicht sehe ich mich auch nach einem einfacher zu bedienenden Gerät um.
  •  
  • Kein zu großer Ärger wenn etwas schiefäuft. Ich bin schließlich keine 20 mehr ;o) und hatte lange pausiert was Selbstentwickeln betrifft. Sicherheit und Fertigkeit kommen wieder mit der Übung.
  •  
  • 15 Minuten autogenes Training vor der Arbeit könnten helfen, ruhiger und konzentrierter zu sein ...

Zur Bilderwelt

Samstag, 26. Juni 2010, 11:15


Aufgewühlt, ruhelos, mitunter bedrängt, falle ich aus den Arbeitstagen unvermittelt in das Wochenende und finde nur schwer zu diesem stillen See innen, an dem alles beginnt und alles vollendet.

Wo Fragen und Antworten eins zur gleichen Zeit sind und Buchstabenreihen und Zahlenketten zu stummen Molchen und leichtfüßigen Wasserläufern werden, die sich zu hellen Sonnenflecken und schwerelos kreisenden Mückenschwärmen wandeln. Dort, am Rande dieses stillen Grundes, wo Unrast, Denken und Agierenwollen ganz sanft und unmerklich von der aufziehenden Bilderwelt umschlossen werden, dort beginnt meine Fotografie.

Deshalb ist es für mich so wichtig, immer wieder diesen Weg zum Grund zu suchen und zu gehen, egal ob müde, kränklich, lustlos oder leer. Gehen, nur gehen, gehen, bis die Schritte ganz von selbst zur Dühnung werden und erste Bildmotive leuchten wie Abendsterne in der aufkommenden Dämmerung.

Dazu braucht es für mich neben der Kamera nur ein paar guter und vertrauter Schuhe. Und die Gewissheit, dass ich weiter nichts unternehmen kann - und muss - um zu meiner Bilderwelt zu gelangen.

Genau das richtige Maß an Verstörung!

Sonntag, 13. Juni 2010, 19:43

Letztes Wochenende durfte ich wieder Carla Müller bei einer Kunst-Aktion im öffentlichen Raum mit der Kamera begleiten.

Das, an eine Hausmauer im dritten Wiener Gemeindebezirk, befestigte Objekt ist diesmal so geheimnisvoll, dass ich ich mich jeder Aussage dazu - geschweige denn Interpretation - enthalte.

Sicher ist jedenfalls, dass Carla auch zu dieser Aktion wieder auf ihrer Projektwebsite "... und andere Boxen" berichten wird.

Wir sind gespannt - und ich finde, dass Carla Müllers Boxen-Installationen* genau dieses Maß an Verstörung in die Stadt bringen, das deren Bürger so dringend als Anstoß zu eigenem - differenzierten - Sehen und Denken benötigen.

Stay tuned!

 Neue Boxen-Installation von Carla Müller -
Genau das richtige Maß an Verstörung 
in der Stadt!

Neue Boxen-Installation von Carla Müller -
Genau das richtige Maß an Verstörung
in der Stadt!


--
*s. dazu auch auf subworld.at:

Vor dem Juwelenkästchen und im Hafen von Olbia (11. Apr. 2010)

"Die Blechbox" und eine Vision von Ostern (31. März 2010)

"f3 | japan - tokyo". ein essay ueber das reisen in die vergangenheit

Freitag, 11. Juni 2010, 19:27

I

vor zwei jahren war es, dass ich mich in diese zeitmaschine gesetzt hatte und damals noch nicht wusste, dass es eine rueckreise in etappen sein wuerde.


II

es war ein tag, digital wie schon viele andere zuvor, und ich koennte nicht sagen, dass mir die ankunft der zeitmaschine besonders aufgefallen waere oder dass ich mir ueber ihr ploetzliches dasein gewundert haette. sie stand einfach da und ich bemerkte es. mehr war da nicht.


III

an diesem fruehsommerabend war es kein abschied, da war auch keine grosse bewegung oder gar unruhe oder reisefieber: "rueckreise acht jahre, zieldatum das jahr 2000 im juni" las ich und klickte zur bestaetigung mit der maus. das war alles - kein summen oder brausen durch die zeit, keine sich biegenden waende, keine verzerrungen, keine lichtblitze wie man es aus science-fiction-filmen kennt. alles blieb so um mich, wie ich es verlassen hatte - und dennoch war ich nicht mehr da, wo ich gestartet war.


IV

canon eos-1vhs | japan | 2000 las ich und freute mich ueber die ankunft am ersten ziel meine reise. so rasch ging das, so einfach und ohne jede muehe!

mir gefiel dieses reisen durch die zeit, ich dachte mir neue ziele aus: guenter richter | foto-guide canon eos-1v | gilching | 2000 war die naechste station und wieder unterschied sich der ort an dem ich ankam so ueberhaupt nicht von dem jahr 2008, in dem ich mit meinen reisen in die vergangenheit begonnen hatte.


V

immer unternehmungslustiger wurde ich und so gab ich eines tages in der zeitmaschine nikon f3 | japan - tokyo | 1980 ein. wieder reiste ich in die vergangenheit als waere es nicht geschehen. eine schwarze f3 stand ueber den moment vor mir auf dem schreibtisch, den ich scheinbar nicht verlassen hatte, so neu und unberuehrt, als waere sie eben gerade aus der kamerafabrik in tokyo gekommen.

wie grossartig dieses reisen doch ist! freute ich mich und war seitdem fast jeden tag mit meiner f3 unterwegs.


VI

weitere ziele und reisen folgten, bis zurueck in die 1970er-jahre, und ich kann sagen, dass ich bei keiner dieser reise etwas aussergewoehnliches bemerke. jederzeit kann ich wieder zurueck in die gegenwart und ich finde es nichts besonderes, dass viele buecher in meinem regal bereits etwas angegilbt sind und verkaufsprospekte aus den 1980er-jahren bisweilen leicht modrig riechen. selbstverstaendlich drehe ich blendenwerte mit schmalen ringen um objektive ein und eine drei-volt-knopfzelle haelt meine kamera lange in betrieb. auch im internet sehe ich stets kameras und zubehoer aus dieser zeit und wiener fotogeschaefte bietes auch nichts anderes als schwarze und silberfarbene kameras und objektive mit silbernen greifringen in ihren schaufenstern an. ich denke, in deutschen fotolaeden ist es nicht anders.

abends unterhalte ich mich im nikon-fotografie-forum mit anderen zeitreisenden und wir alle finden an diesen unternehmungen nichts aussergewoehnliches.


VII

die 1980er- und 1990er-jahre sind, nach zwei jahren reisen, jetzt keine erinnerungen mehr, sondern taegliche realitaet, ich freue mich ueber die faehigkeit, jederzeit aus der vergangenheit in die zukunft blicken zu koennen. so war das erscheinen der legendaeren af-d nikkor-reihe keine ueberraschung fuer mich und meine reisekameraden, und den advent der nikon f6 sahen wir alle gemeinsam voraus - auf den tag genau.


VIII

es hat sich nichts veraendert, ich bin sicher, in der gegenwart zu leben und nur in die vergangenheit zu reisen - nur meine kleidung passt irgendwie nicht zu der, die andere leute tragen. mir gefallen weisse tennissocken, zitronengelbe lambswoolpullover, weisse poloshirts und schmale seidenkrawatten mit paisleymuster. aber das war schon immer so - und warum sollte es heute anders sein?

2 x Buchtipps

Donnerstag, 10. Juni 2010, 19:58

Zwei Bücher, die unlängst zu mir kamen und die mich aufgrund Inhalt und Aufmachung sehr beeindrucken:

  • Marchesi Jost J.: Die Ilford Negativtechnik - Eine Anleitung für das Hobbylabor, Herrsching/Ammersee: vwi, 1981. 2. Auflage. 184 Seiten. Zahlreiche Abbildungen.
  •  
  • Coote Jack H.: Ilford Monochrome Darkroom Practice - A Manual of Black & White Processing and Printing, Oxford: Focal Press, 1996. 3rd edition. 333 pages. Illustrated.


Jost J. Marchesi muss ich hier als renommierten Fachautor, denke ich, nicht vorstellen, Stichwort Photokollegium, Verlag Photographie.

Jack H Coote war einst Head of Technical Services for the ILFORD Group und nach seiner Pensionierung Berater für fotografische Fragen mit Schwerpunkt Photofinishing.

Beide Bücher handeln vollständig und kompetent ab, was ihre Titel versprechen. Ein Lesegenuss!

Die Präziosen waren nicht einfach zu finden, letztlich jedoch über www.amazon.de und www.zvab.com aufgetan :-)

Report aus der Silbermine: Ilford Delta 100 Professional in Ilford Ilfosol 3

Montag, 7. Juni 2010, 23:27

Gestern hob ich also nach 15 Jahren wieder einen selbstentwickelten Silberfilm aus dem Netzmittelbad - hier das Endergebnis.

Meine (umfangreichen) Notizen dazu siehe im Anschluss.

Gleich vorab: Ich mache es sehr bald wieder! :-)

Salon de voiture - 

Wien im Juni 2010, Nikon F4 mit Nikkor 24/2.0 Ai-S

Salon de voiture  

Wien im Juni 2010, Nikon F4 mit Nikkor 24/2.0 Ai-S



Der Report

  • Die eingelernten Handgriffe funktionieren noch, aber die Sicherheit fehlt > daher einiges Nachdenken über Ablauf, einzelne Schritte und Zwischenkontrollen (sitzt der Film sauber in der Spule, ist die Entwicklungsdose verschlossen, habe ich nicht den Fixierer vor dem Entwickler eingegossen ...).
  •  
  • Ilfosol 3 als Einmalentwickler 1+9 angesetzt für
    Entwicklungsdauer = 6 min.
  •  
  • In einem Kübel (eigentlich Behälter fuer Bodenwischer) mehrere Liter "Arbeitswasser" mit exakt 20 °C angesetzt
  •  
  • Die erste Dosenbewegung irrtümlich doppelt ausgeführt, deshalb vermutlich auch das ziemliche dichte Negativ, welches
  •  
  • zwar ordentlich scanbar,
  •  
  • aber als Rohscan am Monitor unbequem zu bearbeiten ist, da es zu dunkel aus dem Nikon Super Coolscan 5000 ED kam,
  •  
  • also beim nächsten Mal weniger Bewegung und 30 Sekunden kürzer entwickeln.
  •  
  • Prozesszeiten peinlich genau eingehalten, um Referenz für die folgenden Entwicklungen zu haben.
  •  
  • Aha-Erlebnis: "Das Stoppbad (Ilfostop) sticht ja gar nicht in der Nase" ;-)
  •  
  • Fixierung mit Ilford Rapid Fixer 1+4, 5 min, Dose in Intervallen bewegt.
  •  
  • Schlusswässerung nach der von Ilford empfohlenen Dosen-Methode: Dose mit Wasser füllen, 5 mal kippen, Wasser wechseln, dann 10 mal und 20 mal.
  •  
  • Jost J. Marchesi empfiehlt die 20er-Sequenz insg. 3 mal durchzuführen*) für höchste Archivfestigkeit (ok, beim nächsten Mal dann ...).
  •  
  • Netzmittel Ilfotol 1+200
  •  
  • Film im Netzmittelbad ins Schlafzimmer verbracht und dort im entstaubten Schrank aufgehängt, kein Abstreifen!, Schranktür sanft geschlossen um Staubgewirbel möglichst zu vermeiden, Drang nach Erstinspektion erfolgreich unterdrückt.
  •  
  • Nach vier Stunden einmal nachgesehen wie's dem Film so geht > festgestellt, dass das Trägermaterial recht weich ist (ich bin vom IlfordHP5+ noch das Durchbiegen gewohnt).
  •  
  • Ueber Nacht trocknen gelassen und
  •  
  • in der Früh (vor dem Gang zur Arbeit ;-) erste Probescans gemacht.
  •  
  • Bez. Staubflecken positiv überrascht > durchaus Einiges zu Retuschieren aber keine Katastrophe wie befürchtet! (Silberfilme können ja - im Gegensatz zu chromogenen und Farbnegativfilmen - beim Scannen nicht mit dem ICE-Verfahren staubkorrigiert werden.)
  •  
  • Durchgängige Kette mit Luftblasen auf dem ganzen Film > beim nächsten Mal knalle ich die Dose also härter auf den Tisch ;-)
  •  
  • Netzmittelbad hat gut gearbeitet, fast keine Ablaufrinnen und auch keine Kalkflecken.
  •  
  • Scan im eigenen Standard-Workflow bearbeitet.
  •  
  • Photoshop-Filter "Staub und Kratzer" auf das ganze Bild als Ebene (Kopie Hintergrundebene) angewendet, Einstellung Radius = 4, Schwellenwert = 40, damit verschwanden die meisten Punkte ohne dass das Bild weichgezeichnet wird. Spitzlichter und kontrastreiche Kanten Stelle für Stelle mit Ebenenmaske zurückgeholt (Pinsel, Farbe schwarz, Deckkraft = 100 %)
  •  
  • Verbliebene Flecken mit dem Bereichsreparaturpinsel entfernt, ABER meinen Hang zum Perfektionismus unterdrückt! Da es wohl kein fleckenfreies Print aus der Duka gibt, muss das auch hybrid nicht der Fall sein, ein paar kleine Unregelmäßigkeiten unterstreichen sogar die "Authentizität"!
  •  
  • Insgesamt sehr gute Sache, die Bearbeitung dauert zwar inklusive Retusche länger, dafür aber auch intensivere Auseinandersetzung mit dem Bild und seinen Details. Auch schärfere Selektion, da sich der Aufwand nur für die besten Bilder lohnt.
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  • Sammle weitere Erfahrungen, das nächste Mal dann der Ilford Delta 400 im gleichen Entwickler.
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  • Und endlich erspare ich mir das frühe Aufstehen, um meine Filme ins Fachlabor zu bringen!

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*) Marchesi Jost J.: Die Ilford Negativtechnik - Eine Anleitung fuer das Hobbylabor, Herrsching/Ammersee: vwi, 1981. 2. Auflage. 184 Seiten. Zahlreiche Abbildungen.

Mein Ilford Hypam

Freitag, 4. Juni 2010, 21:55

Heute begehrte ich im Telefongespräch mit dem Fachhändler darüber Auskunft zu erhalten, ob der - doch allseits bekannte - Film-Fixierer "Hypam" von Ilford lagernd sei und warum denn auf der Website des Händlers dazu kein Eintrag vorhanden ist.

Weil es Hypam schon lange nicht mehr gibt war die kurze, ansatzlose Antwort, die mich unvermittelt und wie ein sanfter Leberhaken traf.

Ich verlor kurz die Fassung. Kann es sein, dass sich die Schwarz-Weiß-Labor-Welt innerhalb von nur 15 Jahren so grundlegend geändert hat, dass es heute nicht einmal mehr die bewährten Hauptprodukte zu kaufen gibt?

Im Geschäft des Händlers lernte ich dann, dass der Standard-Filmentwickler "Ilfosol" nunmehr in Version 3 verkauft wird und der aktuelle "Rapid Fixer" von Ilford immerhin noch die Leitfarbe frühlingsgrasgrün auf seinem Etikett hat. Dem fehlt aber der perforierte Abrissstreifen, mit dem die Gebrauchsanleitung außen auf der Flasche einst festgemacht war. Jetzt ist es ein smartes Klebeschild, das zwar erstaunlich einfach abzuziehen ist, aber unter dem es eigenartig nach Mottenkugeln riecht.

Welcome back, Andreas!

Und wo warst du die letzten Jahre nur? ;-)

100 mal ...

Donnerstag, 3. Juni 2010, 18:38

... gehe ich an einem Motiv vorbei - und plötzlich erkenne ich es und mache das Foto.

Zufall, Stimmung, innere Entwicklung?