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Investition Handbelichtungsmesser?
Samstag, 13. Dezember 2008, 17:39
Zur Unterhaltung meiner fototechnikkundigen Freunde und Bekannten trug unlängst die Mitteilung bei, dass ich im Begriff sei, einen
Gossen Starlite 2 Handbelichtungsmesser anzuschaffen.
Jetzt wäre ich eben völlig an die Freak-Welt verloren gegangen, diese Investition sei nämlich völlig sinnlos wo doch heute jede halbwegs anständige digitale Spiegelreflexkamera über gleich mehrere Belichtungsmessmethoden verfüge, die Matrixmessung ohnehin für
99 Prozent aller Aufnahmen das Nonplusultra sei, allfällige Korrekturen einfach über Messwertspeicherung, manuelle Belichtungskorrektur und automatische Belichtungsreihe (auf Wunsch auch in Drittelstufen) zu erledigen wären und über den Erfolg dieser Maßnahmen jederzeit das Histogramm präzise Aufkunft gäbe. Die Investition in den Handbelichtungsmesser hätte ich mir daher sparen können.
Das mag alles stimmen, genauso hatte auch ich in den letzten Jahren meine Aufnahmen belichtet und lag damit eigentlich immer richtig. Das heisst, ich war mit der Belichtungsqualität meiner Aufnahmen in den meisten Fällen zufrieden beziehungsweise machte ich mir über die paar verbliebenen Fehlbelichtungen keine weiteren Gedanken. Dass es aber meist gerade die belichtungsmäßig reizvollsten Aufnahmen waren, die mir nicht nicht gelangen, beschäftigte mich nicht weiter.
Herr über die Belichtungsqualität sein
Gegebene Motivhelligkeiten optimal per Spotmessung auf Sensor und Film zu legen, bedeutet, Kontrolle über die Belichtung zu haben. Und das heisst nichts anderes, als Herr über die Belichtungsqualität seiner Aufnahme zu sein - ohne Unsicherheiten und Über-den-Finger-Peilungen, was man gerne mit dem Begriff "Erfahrung" verharmlost.
Mag sein, dass dieser Aufwand in den meisten Fällen nicht notwendig ist. Aber gerade für schwierige Belichtungsaufgaben (zum Beispiel das Abbilden hoher Motivkontraste) bringt erst die gezielte (Spot)Messung Anhaltspunkte wenn nicht schon die Lösung.
Spotmessung ist bei digitalen Spiegelreflexkameras heute Standard. Einen engen Messwinkel von 1°, Ermittlung des Lichtwertes, jederzeit Übersicht und Auskunft über die zugehörigen Zeit-/Blendenkombinationen sowie präzise Ermittlung des Motivhelligkeits-Kontrastes ermöglicht aber nur ein darauf spezialisierter Handbelichtungsmesser.
Über meine Erfahrungen werde ich in Kürze hier berichten. Ich bin ja selbst schon gespannt ;-)





