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L?

Allen Besuchern ...

Sonntag, 30. Dezember 2007, 21:40

Auf ein starkes neues Jahr!

Auf ein starkes neues Jahr!


... von subworld.at einen guten Jahreswechsel und ein Wiedersehen in 2008!

Übrigens neues Jahr: In Kürze steht Ihnen auf subworld.at eine Kommentarfunktion zur Verfügung. Ich bin gespannt, wie dieses Feature von Ihnen angenommen werden wird, auf jeden Fall freue ich mich schon jetzt auf reichlich Interaktivität! :-)

Herzlichst

Andreas Thaler

Fern ab der Perfektion

Freitag, 28. Dezember 2007, 18:06

Diejenigen Fotos, die mich bis jetzt nachhaltig beeindruckt haben, sind allesamt schwarz-weiß und fototechnisch fern ab der Perfektion. Umso stärker jedoch ihre Magie.

Mal sehen, was das für meine nächsten Bilder bedeuten könnte ...

Gutes Zeichen

Mittwoch, 26. Dezember 2007, 11:53

Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen Adobe Photoshop und Adobe Photoshop Lightroom ist der Umstand, dass in Lightroom bereits ein (relativ einfacher) Workflow zur Bildbearbeitung vorgegeben ist, den man sich hingegen in Photoshop erst selbst zusammenstellen muss.

Was auf den ersten Blick nützlich und bequem erscheint, erweist sich auf Dauer als Hindernis bei der eigenen Entwicklung als Bildbearbeiter. Denn genausowenig wie nur eine Sichtweise eines Motivs existiert, gibt es - abgesehen von allgemeinen Empfehlungen - auch keinen "Königsweg" bei der Nachbearbeitung von Bildern am Rechner. Hier eröffnen sich so viele Wege wie hoffentlich Ideen. (Wenn es hingegen darum geht, möglichst rasch eine Vielzahl von Aufnahmen zu verbessern ohne Bild für Bild an der Detailschraube zu drehen, wird man Lightroom sehr rasch ins Herz schließen!)

Sollte Ihnen also beim "Einstellen" Ihrer Bilder in Lightroom oder vergleichbaren Programmen nach einiger Zeit langweilig werden, dann verstehen Sie das als gutes Zeichen, nämlich den nächsten Schritt in Richtung freier Umsetzung Ihrer Vorstellungen zu gehen. Investieren Sie ab jetzt in Werkzeug und weniger in Konzepte!

Lediglich Stilmittel

Dienstag, 25. Dezember 2007, 19:21

Welchen Anteil haben fototechnische und bildbearbeiterische Perfektion an der Wirkung eines Fotos?


Kurze Betrachtung am Beispiel von

Henri Cartier-Bresson (dynamische Kleinbild-Fotografie)

Ansel Adams (statische Großformat-Fotografie)


Bei Adams verstärkt die perfektionierte Technik das Motiv und trägt entscheidend zur Bildwirkung bei. Unicorn Peak, Thunderclouds wäre ohne Tonwert- und Konstrastoptimierung vom Motiv her zwar bemerkenswert, aber stellen Sie sich das Bild mit flauem Gesamt- und Detailkontrast beziehungsweise ohne die fein ausbalancierten Tonwerte der Wolkenformation vor.

Bei Cartier-Bresson würden perfekte Tonwert- und Kontrastwerte ein Bild wie Spain, Andalucia, Seville, 1933 in der Wirkung nur abschwächen. Warum? Weil - im Gegensatz zur Aufnahme von Adams - die Technik hier nur wenig zur Wirkung beitragen kann. Die Faszination des Bildes ergibt sich fast ausschließlich aus dem "entscheidenden Augenblick" (Cartier-Bresson), eine perfekte Ausarbeitung würde lediglich von diesem Moment ablenken.

Was lässt sich daraus für die eigene Arbeit lernen? Gute Fototechnik und Bildbearbeitung sind lediglich Stilmittel, die manchmal - aber nicht immer - zur Bildwirkung beitragen können. Keinesfalls sollten sie als Selbstzweck missverstanden werden, vorausgesetzt, man sieht die Fotografie als Kunstform.

Gute Fotografie ist immer mehr als das, was über sie in Lehrbüchern geschrieben wird ;-)

Eine von vielen ...

Sonntag, 23. Dezember 2007, 12:31

... möglichen Interpretationen einer RAW-Datei nach Konvertierung in Adobe Camera RAW und Optimierung in Adobe Photoshop:

Nachher

Nachher


Vorher

Vorher


Einer von mehreren Gründen, die RAW-Konvertierung nicht der Kamerautomatik zu überlassen und etwas Zeit in Bildbearbeitung zu investieren ;-)

Weihnachtliche Geschenkideen für Bildbearbeiter

Samstag, 8. Dezember 2007, 15:56

Am besten weiß man immer noch selbst, was einem gefällt und was man wirklich braucht. Es liegt also auf der Hand, sich zumindest einen Teil der jährlichen Weihnachtsüberraschungen selbst zu bereiten ;-)

Digitale Bildbearbeiter brauchen Werkzeuge für die Umsetzung ihrer Bildideen und sie freuen sich über gute Fachliteratur, die ihnen dabei sowie beim Finden neuer Ideen hilft. Im Folgenden einige Vorschläge für eine hochqualitative Bescherung, die garantiert Freude macht!


Keine Alternative

Wer es mit seiner Bildbearbeitung ernst meint, wird sich früher oder später überwinden und eine Lizenz für die aktuelle Version von Adobe Photoshop erwerben müssen. Kein anderes Bildbearbeitungsprogramm ist teurer, kein anderes Bildbearbeitungsprogramm bietet jedoch auch mehr an feinen Werkzeugen und Möglichkeiten, digitale Fotos den eigenen Vorstellungen anzupassen. Photoshop gibt sich auch in der aktuellen Version CS3 traditionell nüchtern und spartanisch im Interface, nur wenige Werkzeuge und Bearbeitungsvorgänge erklären sich von selbst.


Fachliteratur

Ohne zumindest ein gutes Buch zur Einführung in Photoshop wird man nicht weiterkommen. Hier empfehle ich ganz bewusst noch Real World Adobe Photoshop CS2. Industrial-Strength Production Techniques von Bruce Fraser und David Blatner. Obwohl es die Neuerungen der aktuellen Version CS3 nicht beinhaltet, vermittelt es Photoshop umfassend und in einer didaktisch hervorragenden Weise, die es einem auch als Anfänger ermöglicht, tatsächlich zu verstehen, was da am Photoshop-Bildschirm vor sich geht. Ein Update des Buches auf CS3 ist angekündigt.

Wer RAW fotografiert, sollte als Ergänzung unbedingt Real World Camera Raw with Adobe Photoshop CS3 von Bruce Fraser und Jeff Schewe zu Rate ziehen. Die Autoren erläutern verständlich und im Detail, worum es sich unter anderem bei RAW-Bilddateien handelt, welche Vorteile RAW gegenüber JPEG bietet und welche Einstellungen in Adobe Camera RAW, dem RAW-Konverter in Photoshop, zweckmäßig sind.

Die klassische Schwarzweiß-Fotografie mit Film und Dunkelkammer geht nun endgültig in ihre (glorreiche) Geschichte ein, ihr Charakter und ihre Stilmittel leben jedoch in der Digitalfotografie weiter ("Le roi est mort, vive le roi!"). Niemals zuvor standen dem Schwarzweiß-Fotografen Werkzeuge und Techniken zur Verfügung, die ein derart hohes Maß an Gestaltung und Kontrolle ermöglichen wie es heute der Fall ist. Advanced Digital Black & White Photography von John Beardsworth
und Mastering Digital Black and White von Amadou Diallo zeigen, was heute bezüglich Schwarzweiß in Photoshop machbar ist und in welch hoher technischen Druckqualität Schwarzweiß-Fotos mittlerweile zu Papier gebracht werden können.


Software, Plug-ins für Photoshop

Wer Körnung, Tonwertumsetzung und Gradationsverhalten alter Schwarzweiß-Filme direkt auf seine Digitalfotos übertragen möchte, sollte sich insbesondere eines der folgenden Tools unter den Weihnachtsbaum legen:

TrueGrain von Grubba Software simuliert klassische Schwarzweiß-Filme wie Ilford FP4 Plus, Kodak TRI-X Pan 400 oder Kodak Panatomic-X als Standalone-Programm. Voraussetzung sind Farb- oder Grauwert-Bilder im Dateiformat TIF. Eine Weiterbearbeitung in Photoshop ist selbstverständlich möglich.

Exposure 2 von Alien Skin Software arbeitet, wie auch DxO FilmPack, als Plug-in für Photoshop und erlaubt eine Vielzahl von Änderungsmöglichkeiten der vorgegebenen Standardwerte für klassische Schwarzweiß-Filme. Die so generierten Schwarzweiß-Bilder können direkt in Photoshop nachbearbeitet werden.

Eine Klasse für sich ist B/W Styler von Harald Heim. Das Plug-in für Photoshop bildet den klassischen Film-Dunkelkammer-Workflow der analogen Schwarzweiß-Fotografie nach und spricht damit insbesondere alte Schwarzweiß-Hasen an, die sich mit dem Programm schnell zurechtfinden werden. Eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten und ein eigener Expertenmodus für fortgeschrittene Anwender zeichnen B/W Styler aus. (Siehe dazu auch Review auf subworld.at: B/W Styler - das Beste aus zwei Welten).

Nicht immer hat man als Bildbearbeiter Zeit oder Lust, seine Fotos Schritt für Schritt in Photoshop zu veredeln. Color Efex Pro 3.0 von Nik Software und die Dfx digital filter suite von Tiffen liefern Effekte wie Tönungen, Infrarot-Umsetzung, Cross Processing, Weichzeichnung etc. auf Mausklick in einer nahezu unüberschaubaren Vielzahl. Jeder Effekt kann dazu im Programm feineingestellt werden. Erfreulich, dass beide Plug-ins als Ebene bzw. Smart-Ebene angewandt werden können, was nachträgliche Justierungen beziehungweise partielle Anwendung im Bild vereinfacht.

Frohe Weihnacht! :-)