Heißes Schwarz-Weißes in CS3!
Donnerstag, 7. Juni 2007, 13:24
Adobe nimmt sich offenkundig die Plug-in-Programmierer als Beispiel. Wer in Photoshop bis inklusive Version CS2 seine Bilder in Grauwerte umsetzen wollte, fand dazu bisher keine brauchbaren Werkzeuge, vom eher abstrakten Kanalmixer abgesehen. Mit diesem "Reglerwerk" ist intuitives Arbeiten jedoch so gut wie nicht möglich, auch sollte man Bescheid wissen, wie die einzelnen Farbkanäle jeweils zusammenwirken, um sein Wunsch-Schwarzweiß-Bild zu erhalten. Das war und ist nicht jedermanns Sache, schließlich möchte sich nicht unbedingt jeder Bildbearbeiter mit der zugrundeliegenden Theorie beschäftigen. Auch wenns natürlich nicht schaden kann ;-)
Besser handhabbare Lösungen bieten spezialisierte Plug-ins, mit denen - oft nach dem Vorbild der analogen Fotografie - Farben anschaulich in Grauwerte umgewandelt werden können. Zum Beispiel durch das Anwenden von simulierten Farbfiltern, wie sie in der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie zum Einsatz kommen. Bekanntes Beispiel ist der Gelbfilter, der blaues Licht "schluckt" und daher gerne in der Landschaftsfotografie zum Abdunkeln des Himmels genommen wird. Nachteil: Leider können die Plug-ins nicht immer als Ebene in Photoshop angewandt werden, was die Anwendung der nützlichen Ebenenmodi und Ebenenmasken ausschließt, von ausgetüftelten Workarounds abgesehen.
Neue Einstellungsebene "Schwarz-Weiß"
Mit CS3 ist das jetzt anders. Per neuer Einstellungsebene "Schwarz-Weiß" lässt sich die Umwandlung in Grauwerte nun fast spielerisch leicht erledigen, ohne auf die Vorteile von Ebenen verzichten zu müssen.. Einfach Farbanteile per Regler erhöhen oder vermindern und so Grauwerte nach Wunsch erzeugen, das Resultat lässt sich natürlich in der Voransicht kontrollieren. Wer sich nicht sicher ist, welche Farbe im Bild zu welchem Regler gehört, klickt mit der zugehörigen Pipette auf die entsprechende Bildstelle und erhält in der Ebenenpalette eine Anzeige, welcher Farbregler für diesen Farbbereich zuständig ist. Auf Wunsch kann das Ergebnis der Umwandlung, ebenfalls über die Ebenenpalette, koloriert werden. Dass alle Änderungen dabei als Einstellungsebene, das heißt nicht destruktiv, vorgenommen werden, erfreut den Qualitätsarbeiter. Einmal im Ebenenstapel angelegt, können alle Vorzüge, die Ebenen bieten, für die weitere Bearbeitung genutzt werden, also Ebenenmodi, Ebenenmasken, Deckkraft etc.
Ich sehe meinen nächsten Bildbearbeitungen mit großer Erwartung entgegen!
Grauwerte in Adobe Camera Raw 4.1
RAW-Konvertierer werden sich darüber freuen, dass es nun in der aktuellen Version 4.1 von Adobe Camera Raw (ACR) möglich ist, Farbbilder kontrolliert in Grauwerte umzusetzen. Wer will, kann bereits hier seine Schwarz-Weiß-Vorstellungen umsetzen, der Empfehlung folgend, aus Qualitätsgründen möglichst viele Bearbeitungen bereits im RAW-Konverter vorzunehmen. Die Einstellung des Bildes erfolgt in ACR ebenfalls durch Schieberegler. Allerdings fallen bei dieser Methode die oben genannten grundsätzlichen Vorteile der Ebenenanwendung weg. Aber wer nur einmal schnell, aber dennoch gezielt, in Schwarz-Weiß umwandeln möchte, kann das ab nun zeitsparend gleich zusammen mit anderen Einstellungen im RAW-Konverter erledigen. Neat!

Bildschonend jedoch nicht so flexibel wie eine Einstellungs-
ebene: Grauwertumwandlung in Adobe Camera RAW 4.1
Fazit:
Insgesamt stellen die neuen Möglichkeiten zur Schwarz-Weiß-Umwandlung in CS3 ein (eigentlich) längst fälliges Zugeständnis von Adobe an diejenigen Anwender dar, die Photoshop für die Bildbearbeitung nutzen. Wir dürfen gespannt sein, wie die Plug-in-Anbieter und Programmierer auf diese Neuerungen reagieren werden.
Das Match bleibt jedenfalls spannend!
Der erste Tag mit CS3 (Notizen)
Dienstag, 5. Juni 2007, 22:26
- Kauf fehlgeschlagen wegen abgelaufener Kreditkarte
- Fix durch neue Kreditkarte
- Support: Aktivierung fehlgeschlagen weil noch Beta "im System"
- System erfolgreich mit Registry Cleaner (Adobe) gereinigt
- zweite Installation > Aktivierung nicht möglich
- Support angerufen > telefonische Aktivierung jetzt erfolgreich!
- Installation PTLens fehlgeschlagen, Ursache: unsachgemäß deinstalliert
- Fix mit freundlicher Unterstützung durch Autor Tom Niemann
- Plugins selektiv wiederinstalliert
- DXO-Plugin findet CS3 nicht > Anfrage per Mail an den DXO-Support
- Aktionen aus CS2 funktionieren noch! :-)
- Eindruck CS3 > bessere Performance, smoother, ACR 4.1 erweitert
- Conclusio: ein langer Tag - dazugelernt - guter Kauf!
- Zusatz: Avril Lavigne hat eine gute Stimme ;o)
Mit allen Sinnen!
Sonntag, 3. Juni 2007, 23:31
"Mit allen Sinnen" - das ist ja so eine Sache. Zum Beispiel beim Fotografieren, da war es mir bis jetzt noch immer ein Anliegen, mich mit "freiem Ohr" meiner Tätigkeit zu widmen. Schließlich erfordern Prävisualisierung (Adams) und Aufnahme Konzentration, ja eigentlich völlige Versenkung in den Augenblick. Da hätte ich - bis jetzt - Kopfhörer samt tragbarem Abspielgerät entschieden als ernste Störung dieser sensiblen Vorgänge empfunden. Noch dazu, wo ich mich ja bei Aufenthalten im öffentlichen Verkehrsmittel innerlich stets über das mir zuträgliche Maß hinaus errege, wenn mich das elastische Zucken schwerer Bässe aus den Headphones Mitreisender unangenehm in meinen Betrachtungen zum Tag stört.
Das soll jetzt anders werden,
zumindest was das Fotografieren betrifft. Denn seit einigen Tagen bin auch ich Besitzer eines iPod, genauer gesagt eines solchen der "zweiten Generation". 8 Gigabyte Daten schluckt der kleine "Nano" und ich hatte die letzten Nächte nichts Anderes zu tun, als viel Geld online an Apples iTunes Store zu senden, von wo ich mir all die Musik beschaffe, die ich während der letzten Jahre nicht gehört hatte. Denn das Stöbern in Musik-CD-Läden war mir stets zu mühsam und irgendwie ahnte ich wohl auch, dass die hohe Kunst der Datenkompression nicht nur meinen Zugang zur Fotografie, sondern irgendwann auch den zur Musik völlig verändern würde. Also verzichtete ich auf die Anschaffung einer konventionellen Hi-Fi-Anlage und erwartete - jedoch mit unklaren Vorstellungen hinsichtlich dessen Zeitpunkt und konkreter Gestalt - den Advent der komprimierten Musik in meinem Leben. Dieser ereignete sich nun und jetzt liegt bereits nach nur einer Woche eine stattliche Musiksammlung auf meinen Festplatten, die mich wieder intensiver (und ängstlicher) über das Thema Backup nachdenken lässt.
Das Internet, genauer gesagt Apples hervorragender Musicstore, macht es möglich, sich ganze Musikwelten buchstäblich über Nacht zu erschließen. Bei Apple kann man dank iTunes besonders einfach und komfortabel in das Musikangebot reinhören - der anschließende Kaufvorgang ist erschreckend einfach und macht ebenso erschreckend Spaß, für jemanden wie mich, der noch in der analogen Welt aufgewachsen ist, ein weiteres Wunder im unermesslichen Land Digitalia ...
Aber zurück zum Thema -
Fotografieren mit Musik am Ohr. Ja, ich stelle mir vor, dass das eine Bereicherung sein könnte und vielleicht ermöglichen die genialen Werke von Schubert, Beethoven oder Mozart "on location" ganz neue Wahrnehmungen, die sich in ebensolchen Fotografien niederschlagen?
Neugierig bin ich auch, wie sich das Hören von Musik auf meine Bildbearbeitung am Rechner auswirken wird. Bisher hielt ich es hier ja spartanisch und akzeptierte bestenfalls die wenig melodischen Lüftergeräusche meines PC, da ich so wenig als möglich abgelenkt sein wollte. Aber gerade jetzt beim Schreiben höre ich erstmals Musik - ein Klavierstück von Beethoven, herrlich intoniert und interpretiert von Alfred Brendel. Ich hätte nicht gedacht, dass sich die passive und aktive Tätigkeit des Musikhörens und Schreibens so harmonisch vereinen lassen - ich erhoffe mir ebensolche Einsichten und Erlebnisse für die Fotobearbeitung!
Dass es natürlich bereits eine Faszination für sich ist, den Bildbearbeitungsrechner gleichzeitig auch als reichhaltig gefüllte Jukebox zu nutzen, das sei hier nicht verschwiegen. Insbesondere, weil nun mein Dualcore-Prozessor etwas mehr gefordert ist als sonst ;)







