Ruhe
Freitag, 30. März 2007, 20:36
Derzeit herrscht Ruhe auf subworld.at.
Es ist eine Zeit des Nachdenkens, Erfahrens und Mitgehens mit einer großen und sehr tief empfundenen Bewegung - wie meist, wenn sich leise und noch undeutlich Neues ankündigt.
In Gedanken an einen nahen Menschen, der in diesen Tagen aufrecht und tapfer das letzte Stück seines Weges geht.
Regelmäßig arbeiten
Montag, 19. März 2007, 20:42
Bei der Fotografie und digitalen Bildbearbeitung ist es nicht anders, als bei anderem (Kunst)Handwerk auch: Ständiges Arbeiten mit der Kamera und dem bevorzugten Bildbearbeitungsprogramm macht die Sache zu einem mehr und mehr intuitiven Vorgang, auch werden die Resultate noch vor der Aufnahme und dem Überspielen der Fotos auf den Rechner vorhersagbar. Was man nicht trainiert verkümmert - arbeiten Sie deshalb regelmäßig und geben Sie sich nicht der Illusion hin, dass einmal Erlerntes Ihnen dann auch für immer bleibt. Gerade Photoshop ist eine hochkomplexe Angelegenheit, schon nach zwei Wochen Abstinenz stellen sich zumindest bei mir erste Unsicherheiten im Workflow ein.
Das ist übrigens ein Argument, sich nicht zu sehr mit - im Vergleich - simplen Lösungen zum Bildeditieren zu beschäftigen. So angenehm das Arbeiten zum Beispiel in Lightroom ist mit seiner durchdachten Programmoberfläche - einer Goldschmiede-Werkstatt wie Photoshop macht es niemals Konkurrenz wenn es um die Feinbearbeitung von Bildern geht. Um nicht zuviel Zeit von der Beschäftigung mit Photoshop abzuziehen, verwende ich LR gegenwärtig zum Schnellkorrigieren von JPEGs, die ich beispielsweise bei Veranstaltungen mit der Kompakten aufnehme. Einstellen von Weißabgleich, Tonwerten und auch das Finetunen von Farben geht in LR flott, die Rote-Augen-Reduktion erfolgt hier sogar noch pfiffiger als zumindest in Photoshop CS2. Mehr muss ich aus meinen JPEGs nicht herausholen und mit LR spare ich mir den bisherigen eher sperrigen Arbeitsablauf, den ich für JPEGs in Photoshop eingerichtet hatte (in Verbindung mit verschiedenen PlugIns). Schade, dass LR in der aktuellen Version 1.0 keine Möglichkeiten zur Korrektur von Verzeichnungen bietet, hier muss noch auf PTLens entweder in Photoshop oder als Standalone ausgewichen werden.
Alles in allem ein Grund, ungeduldig auf das Erscheinen von Photoshop CS3 zu warten, alleine schon wegen dem weiterentwickelten Bridge, das ich dann wohl endgültig als Alleinlösung zur Verwaltung meiner Fotos einsetzen werde.
Wie meinen Sie? Sie hätten keine Zeit, sich mit Bildbearbeitung zu beschäftigen? Das gilt nicht, zwei Stunden pro Tag müssen einfach drin sein. Schalten Sie abends den Fernseher ab - oder nein, lassen Sie ihn besser laufen, so Sie nicht alleine leben! Denn dösende Fernschauer quasseln nicht und Sie können sich ungestört Ihrer Arbeit widmen. Wenn das nicht klappt, dann stehen Sie morgens einfach zwei Stunden früher auf - Sie werden sehen, DAS macht Ihnen zu Hause keiner nach! ;o)
Am Plateau
Sonntag, 18. März 2007, 23:41
Alles hat sich über die Jahre etabliert - das fotografische Thema, der Stil, die technische Umsetzung - jetzt als digitaler Workflow -, die Selektion und abschließende Präsentation der Bilder und insgesamt mein Zugang zur Fotografie. Spektakuläre thematische Ausreisser sind so keine zu erwarten, vieleicht geht es jetzt mehr um die Verfeinerung, um das tiefere Verstehen der Zusammenhänge, um eine Perfektionierung der Technik oder um eine stärkere Beschäftigung mit der Motivwelt, um ihre Geschichte, ihr Verwobensein und ihre Bedeutung. Zur Zeit habe ich den Eindruck, als ob ich ein Plateau erreicht hätte, eine Ebene der Ruhe, wo ich Zeit und Gelegenheit habe, mir über den weiteren Weg klar zu werden. Wieder ist es ein bisschen so wie ganz zu Beginn, als ich durch meine erste Kamera blickte und nicht wusste, was ich wie fotografieren sollte und warum.
Vielleicht ist es jetzt richtig, sich intensiver mit der Arbeit anderer Fotografen zu beschäftigen oder mehr über die Fotografie als Kommunikations- und Kunstform nachzudenken und zu lesen. Literatur über Aufnahme und Bildbearbeitung eventuell einmal weniger als sonst, das Wesentliche hinsichtlich Fototechnik sollte ich soweit einmal erfasst haben. Sicher, Photoshop CS3 wird wieder einige Beschäftigung mit neuen Werkzeugen und Features verschaffen, aber an meinem grundsätzlichen Workflow wird nun auch die vierte Photoshop-Generation, die ich miterlebe, nichts ändern. Vielleicht beginnt ja jetzt auch eine Zeit des Kokettierens mit technischen Spezialitäten, nachdem die selbst abgesteckte Grundschule soweit absolviert ist.
Wie auch immer, ich weiß nicht, wohin der Weg weiter führen wird. Es bekümmert mich auch nicht, denn es ist schön, hier oben auf dem Plateau. Ausrasten und zugleich betrachten, das scheint jetzt endlich einmal möglich.
Mag sein, dass danach dann erst die wirkliche Arbeit beginnt.
Gehen - sehen - verstehen
Sonntag, 18. März 2007, 21:04
Das ist Fotografie.
Lightroom für rasche Optimierung und Bildbetrachtung
Sonntag, 11. März 2007, 20:18
Nach viel Ausprobieren und Überlegen ist mir klar, wofür ich Adobe Lightroom künftig einsetzen werde: zur schnellen Optimierung einer großen Anzahl "unkritischer" Aufnahmen (zB Veranstaltungsdokumentation) sowie zur Betrachtung meines Fotoarchivs. Damit löst LR meinen bisherigen, aus Photoshop-Werkzeugen und verschiedenen PlugIns zusammengestellten Workflow für "Gebrauchsbilder" ab, ebenso iView MediaPro als Bilddatenbank.
Farbkorrekturen, Rauschminderung, Entfernen von Farbsäumen oder eine rasche Graustufenkonvertierung mit teilweise neuen, intuitiv einsetzbaren Werkzeugen - das geht in Lightroom dank hoher Integration rasch und macht dank der "fortschrittlichen" Programmoberfäche Spaß. Die Korrektur von Objektivverzeichnungen und partielles Bearbeiten ist in LR 1.0 jedoch leider (noch?) nicht möglich, daher geht es anschließend in Photoshop weiter, wo neben PTLens zum Verzeichnungsausgleich auch alle Möglichkeiten zur Maskierung zur Verfügung stehen, wenn es das Bild erfordert.
Für die hingebungsvolle Bearbeitung von RAW-Bildern bleibe ich bei meinem bisherigen Ablauf in Photoshop, Lightroom bietet hier einfach zu wenige Werkzeuge und Techniken für die Feinbearbeitung (Ebenen, Ebenenmasken, Ebenenmodi, Alphakanäle, Zeichenstift etc.). Es war aber wohl von Adobe auch nicht gedacht, sich im eigenen Haus Konkurrenz zu machen, Photoshop bleibt selbstverständlich bestehen als DIE Lösung für Pixelbearbeitung ohne Grenzen.
Als Bildoptimierer und Fotobetrachter mit konfigurierbarer Diashow sowie erweiterten Möglichkeiten zum Ausdruck und Erstellen von Webgalerien ergänzt LR mein Softewarearsenal in sinnvoller Weise. Die Funktionalität von LR für das Bearbeiten von Bildern wird übrigens in Photoshop CS3 durch Adobe Camera Raw 4.0 zur Verfügung stehen, auch Bridge zeigte bereits in der Betaversion eine erfreuliche Weiterentwicklung und wird als smarter Bildbrowser in der neuen Version vermutlich den Einsatz eigener Bildarchivierungssoftware überflüssig machen.
Es wird bildbearbeiterisch also ein spannender Frühling.
Adobe Lightroom ist da!
Sonntag, 4. März 2007, 15:18
Aber jetzt, nach der Installation, weiß ich nicht so recht, wofür ich "LR" als Bildverwaltungs- und Bildbearbeitungsprogramm tatsächlich einsetzen soll. Denn, abgesehen von einer Korrekturmöglichkeit für die Verzeichnung von Zoomobjektiven (ein Objektivfehler, der wirklich stört!) fehlt mir auch die Möglichkeit, Tonwerte im Bild partiell zu bearbeiten. Da bleibt mir nur, LR bestenfalls als RAW-Konverter mit erweiterten Einstellmöglichkeiten zu nutzen und meine Bilder in Photoshop samt PlugIns weiterzubearbeiten.
Und Photoshop CS3 to come wird, so weit ich weiß, die Bearbeitungsmöglichkeiten von Lightroom in Adobe Camera Raw 4.0 bereits übernommen haben, das zugehörige Bridge CS3 weitere Verbesserungen zur Bildbetrachtung und -verwaltung bringen.
LR - was dann?








