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L?

Tragen Sie es mit Fassung und freuen Sie sich!

Montag, 29. Januar 2007, 22:54

Ja, es kommt vor - man kehrt von einem Fotoausgang zurück und hat keine Aufnahme auf der Speicherkarte. Nicht etwa, weil die Technik versagt hätte, sondern weil man mangels geeigneter Motive nicht auf den Auslöser gedrückt hat. Die Gefühle dabei sind keine guten, es stellen sich Fragen: War man etwa nicht konzentriert genug oder am falschen Ort, war die eigene Stimmung zu schlecht um produktiv zu sein oder - wohl der schlimmste annehmbare Fall - hat man gar den Blick für seine höchsteigene Motivwelt verloren?

Warum auch immer an diesem Tag nichts für Sie zu sehen und daher nichts zu fotografieren war, tragen Sie es mit Fassung und freuen Sie sich sogar! Denn Sie haben sich für Qualität nach Ihren eigenen Maßstäben entschlossen und darauf verzichtet, eine für Sie unbefriedigende Aufnahme zu machen. Dazu gehört Disziplin und die wird bei einem der nächsten Ausgänge ganz sicher mit einem guten Foto belohnt!

Tolle Kamera - toller Fotograf?

Dienstag, 23. Januar 2007, 21:58

Zur müßigen Diskussion, ob der Kameratyp ausschlaggebend für die inhaltliche Qualität des Bildresultats sei, fiel mir heute in de.rec.fotografie ein:

Aber das ist ja gar nicht wahr, es hängt doch davon ab, was ich unter welchen Umständen fotografiere. Eine SLR macht mir keinen Deut bessere Bilder als eine Kompakte (von der technischen Qualität abgesehen).

Ich bin mit einer EOS 5D und einer Lumix LX2 unterwegs, was dabei thematisch rauskommt, kann man sich auf meiner Website ansehen. Welches Foto hab ich denn jetzt mit dem DSLR-Brocken und welches mit dem kompakten Leichtgewicht gemacht? Na eben. Zuvor war ich mit Minolta X-700 und einer kompakten Nikon auf der Straße.

Wer es kann, macht auch mit einer Lochkamera eindrucksvollere Fotos als ein Dilettant mit einer Hochpreis-SLR. Das ist doch schon x-mal durchgekaut das Thema.

Natürlich, mancher, der glaubt, mit seiner Kamera gleich auch die Qualifikation zum Fotografen mitzukaufen, dem wird das nicht schmecken.


Alles kann man eben nicht kaufen. Und das ist gut so.

Bemühen Sie sich nicht!

Sonntag, 21. Januar 2007, 17:38

Bemühen Sie sich nicht - kommen Sie 
einfach wieder!

Bemühen Sie sich nicht - kommen Sie
einfach wieder!


Kennen Sie das Gefühl? Sie sind mit der Kamera unterwegs und plötzlich wissen Sie, hier ist ein Motiv. Sie wissen es, Sie fühlen es ganz deutlich - aber Sie sehen es nicht, so sehr Sie sich auch bemühen.

Versuchen Sie nicht weiter, das Motiv dennoch auszumachen, kommen Sie einfach nach einigen Monaten wieder. Vielleicht hat sich dann Ihr Verständnis für diesen Ort entwickelt und Sie brauchen nur mehr auf den Auslöser zu drücken.

Unsere Fotografie wächst mit unserem Verständnis von Orten, Plätzen, Personen. Wir können nur bewusst abbilden, was wir zuvor in seinen Zusammenhängen erkannt haben.

Unsere Aufmerksamkeit, unsere Bereitschaft und unsere Geduld sind gefordert - nicht unser Willen.

Der Semiprofi

Sonntag, 14. Januar 2007, 2:46

Oft liest und hört man, dass einer fotografiert/Ausrüstung besitzt/ein Wissen hat wie ein Semiprofi. Aber was kann/darf/soll man sich unter einer solchen Erscheinung vorstellen?

Versuch:

Ein "Semiprofi" müsste eigentlich ein Fotograf sein, der 50 % seines lichtbildnerischen Tuns der professionellen Fotografie widmet, also mit der Hälfte seiner Bilder Geld verdient.

Oder?

Wirklich Geld und Zeit sparen?

Samstag, 13. Januar 2007, 23:54

Wer als Fotograf seine digitalen Aufnahmen technisch verbessern möchte, muss nicht viel Geld und noch mehr Zeit in Photoshop investieren. Die französisch-elegante Alternative zum amerikanischen Platzhirsch heißt noch immer DXO1, ein Bildbearbeitungsprogramm, das auf Wunsch Fotodateien vollautomatisch optimiert und dabei weitgehende manuelle Kontrolle erlaubt.

Wer eine der aktuellen digitalen Spiegelreflexkameras mit einem nicht allzu ausgefallenen Objektiv besitzt, sollte sich diese smarte Lösung, die mit individuellen Profilen arbeitet, auf jeden Fall ansehen.

Aber - und ich frage das nicht nur Sie, sondern natürlich auch mich - geht es wirklich in jedem Fall darum, Geld und Zeit zu sparen?

___

1 s. auch Besprechung auf subworld.at

Auf in den mächtigsten Farbraum der Welt!

Sonntag, 7. Januar 2007, 0:12

Ich möchte mehr wissen und habe mir aus diesem Grund ein besonderes Buch gekauft: "Photoshop LAB-Color - Das Geheimnis des Canyons und andere Abenteuer im mächtigsten Farbraum der Welt" von Dan Margulis, einer der ganz Großen in Sachen Photoshop und Bildbearbeitung.

Vielleicht liegt dieses Buch mit verheißungsvollem Titel auch deshalb hier auf meinem Tisch, weil mich mein aktueller Workflow in Photoshop bereits etwas langweilt. Nein, mir geht nicht wirklich etwas ab, über die Jahre habe ich einen für mich effizienten und praktischen Arbeitsablauf entwickelt, der auch in qualitativer Hinsicht nichts zu wünschen übrig lässt. Aber es meldet sich jetzt immer häufiger das Gefühl, dass ich Photoshop bisher nur an der Oberfläche verstanden habe, nicht tief genug in das Mysterium eingedrungen bin. Und das verursacht mir leise Unzufriedenheit.

Gut so, das soll mich weiterbringen, denn wie immer gilt für mich: Je mehr ich die Foto- und Bildbearbeitungstechnik beherrsche, desto mehr bin ich in der Lage, meine Bilder zu kontrollieren.

Und warum dieses nicht im "mächtigsten Farbraum der Welt"?!

Das Programmwahlrad rotieren lassen

Montag, 1. Januar 2007, 20:07

Zum Thema "Fototechnik" und Beschäftigung mit dieser fiel mir heute in einem Thread auf de.rec.fotografie Folgendes ein:

Man kann diesbezüglich gar nicht verrückt genug sein, denn nur was ich verstanden habe, kann ich - positiv gemeint - auch beherrschen. Schwarz-Weiß-Zonensystem für die Analogen, Farbmanagement für die Digitalen - das ist zwar nicht das gleiche Thema, aber beides geht in die Richtung, Fotoresultate nicht dem Zufall zu überlassen.

Aber, zugegeben, beneide ich schon manchmal die "Abdrücker", die das Programmwahlrad rotieren lassen und sich jede Softwarebeigabe ihrer Fotoillustrierten gläubig auf den Rechner laden - "unbelastet fotografieren" im Sinne von "Komm spielen" (Werbung eines Kameraherstellers 2006), da kommt man nach einem Tag wohl tatsächlich mit 2 GB Bildern nach Hause (JPEG! ;) weil ALLES ein Motiv ist ...

Und nein, ich beklage mich NICHT! ;)



Natürlich macht auch das Beschäftigen mit Fototechnik Spaß - auch "ernsthafte" Fotografen hat man schließlich schon Lachen gesehen! ;)