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L?

Navigation und Fotografie - Wie komme ich hin zum guten Foto?

Sonntag, 27. August 2006, 17:50

Guter Rat, der einem das Leben einfacher macht ...

Guter Rat, der einem das Leben einfacher macht ...


Natürlich reicht für Fotoexkursionen zu einem bestimmten Ort eine gute topographische Karte oder Straßenkarte aus - so man diese Orientierungshilfen auch richtig zu gebrauchen versteht. Der zusätzliche Einsatz von Kompass und Höhenmesser wird nicht unbedingt erforderlich sein, ebenso ist ein GPS-Empfänger für den Erfolg solcher Vorhaben sicher keine Voraussetzung. Aber gerade Letzterer macht die Sache hinsichtlich Navigation zu einer sehr bequemen, sicheren und auch durchaus vergnüglichen Angelegenheit, immerhin hilft das Gerät, zeitaufwändige (und eventuell vom Gelände her auch gefährliche) Irrwege zu vermeiden. Ja, und wer freut sich grundsätzlich nicht über guten Rat, der einem das Leben einfacher macht. ;-)

Sollten Sie also öfters mit der Kamera auf unbekanntem Terrain unterwegs sein, so ist die Anschaffung eines GPS-Empfängers sicherlich eine oder mehrere Überlegungen wert. Ich rate Ihnen jedoch dringend, dabei nicht die herkömmlichen Navigationskünste für überholt zu erklären und sich nur auf das Gerät alleine zu verlassen. Technik kann ausfallen, runterfallen, entwendet oder schlicht zu Hause vergessen werden und dann bleibt einem in der Fremde nur der geerbte Orientierungsinstinkt der wilden Ahnen, der aber im Zuge der "zivilen Degeneration" vermutlich nicht mehr zum sicheren Auffinden des Zielortes ausreichen wird. Nehmen Sie daher immer eine für das Vorhaben geeignete Karte mit und überlassen Sie den ergänzenden Einsatz von Kompass und Höhenmesser nicht ausschließlich den Pfadfindern. Mit diesen beiden "Klassikern" in der Landnavigation - der Umgang damit muss natürlich gelernt und ständig geübt werden - können Sie zusammen mit der Karte eigentlich nicht mehr fehl-gehen. Der GPS-Empfänger ergänzt das Instrumentarium und kann für Standortbestimmungen (zusammen mit einem Planzeiger für die Karte) bis - je nach Gerätemöglichkeit - hin zur kompletten Autonavigation eingesetzt werden. Nur, wie schon erwähnt, sollte man sich nicht ausschließlich auf das kleine Stück Hightech in der Hand verlassen, selbst dann, wenn es sich um eines der aktuellen Top-Geräte handelt, die wirklich Unglaubliches leisten. Die eigene Sicherheit ist es wert, auf mehrere Säulen gelagert zu werden.

Für mich ist die Navigation ein Hobby, das ich parallel und ergänzend zu meinen Fotoausflügen betreibe und das mir jede Menge Spaß macht. Wie so oft, ist die Freude natürlich auch von den eigenen Kenntnissen und der Qualität der eingesetzten Geräte abhängig.

Als Einführung in das Thema und Lehrbuch gleichermaßen empfehle ich das Standardwerk zur Landnavigation von Wolfgang Linke "Orientierung mit Karte, Kompass, GPS", Verlag Delius Klasing, 2005, in der nunmehr 12. Auflage. Der Autor vermittelt in klarer und verständlicher Sprache das, was für sichere Orientierung im Gelände erforderlich ist und widmet sich neben den im Buchtitel genannten Basistechniken auch fortgeschrittenen Navigationsmethoden, für deren Anwendung die Anschaffung eines Taschenrechners von Vorteil ist (nur für Freaks! ;-)

Für Unternehmungen in Österreich ist die Austrian Map Fly 4.0 des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen als digitale topographische Karte (im "Wander"-Maßstab 1 : 50 000) Standard. Einzelne Kartenteile können in bester Qualität am PC ausgedruckt werden, die Zusammenarbeit mit einem GPS-Empfänger (zum Beispiel für die Übertragung von Routen und Wegpunkten) ist möglich. Die Notwendigkeit zur Anschaffung einzelner und - in der Summe teuren - Papierkarten entfällt damit.

Für Kompasse und Höhenmesser gibt es verschiedene Anbieter, ich habe mit Produkten von Recta und Suunto durchwegs gute Erfahrungen gemacht. Beim Kompass sollte man unbedingt ein für die Kartenarbeit geeignetes Modell erwerben, also ein Gerät mit durchsichtiger Grundplatte, Kurspfeil und Dosengitter, die entsprechenden Erscheinungsformen heissen Lineal- und Spiegelkompass.

Um mit dem GPS-Empfänger ermitelte Standortkoordinaten sicher in die Karte zu übertragen, ist ein Planzeiger im entsprechenden Maßstab erforderlich. Hier wird der versierte und begeisterte Navigator auf jeden Fall bei Maptools fündig. Auf der englischsprachigen Website findet man auch eine interessante Übersicht über das metrische UTM-Koordinatensystem, das, im Vergleich zum Gradnetz (Angabe von Positionen in Grad, Minuten, Sekunden), einfacher zu handhaben ist.

Als kostenintensivster Teil der Ausrüstung schlägt das GPS-Gerät zu Buche. Hier möchte ich Ihnen nur einen Tipp geben, wenn Sie vorwiegend in Stadt und Wald unterwegs sind, wo der Empfang der schwachen GPS-Signale (ausgestrahlt von Satelliten) oft schwierig oder sogar unmöglich ist: Investieren Sie unbedingt in ein Gerät mit dem neuen SiRFstarIII-Chip. Damit haben Sie durchgehenden Empfang auch an Orten, wo Sie einen herkömmlichen 12-Kanal-Empfänger nur abschalten können, weil der Empfang in Häuserschluchten oder unter dichten Baumkronen nicht in ausreichendem Maß möglich ist. Derzeit wird, so weit mir bekannt, dieser Wunderchip nur in zwei GPS-Handempfängern der Firma Garmin, das sind die Geräte GPSMAP 76 C(S)x und GPSMAP 60 C(S)x, angeboten. Wer zuvor, wie ich, wiederholt mit einem "12er" ohne ausreichenden Empfang in einer engen Gasse oder im dichten Wald gestanden ist und erlebt hat, wie sich durch die Verwendung eines SiRFstarIII-Gerätes die Situation drastisch verbessert, wird mir sicher beipflichten. ;-)

Bleibt mir nur, Ihnen viel Spaß und Erfolg bei Ihren Exkursionen zu wünschen. Und vergessen Sie beim Navigieren nicht auf die eigentliche Mission, nämlich gute Fotos zu machen! :-)

Herzlichst Ihr

Andreas Thaler


Hinweis:

Selbstverständlich gebe ich hier nur meine eigenen Ansichten und Erfahrungen wieder. Auch andere Firmen bieten geeignetes und gutes Zubehör für die Navigation an. Sie lesen meinen Bericht - wie auch alle anderen Beiträge auf subworld.at - auf eigene Gefahr und unter eigener Verantwortung.
:-)

Noch rascher zu uns!

Samstag, 19. August 2006, 18:43

Was kann man sich als Websitebetreiber Schöneres wünschen, als mit seiner Site in der führenden Suchmaschine auf Platz 1 gelistet zu sein? Hm, also noch steiler wäre es, auch mit seinem persönlichen Namen on top gefunden zu werden!

Und genau so ist es. Ab sofort finden Sie unser Angebot bei www.google.de, www.google.at und www.google.ch nicht nur unter "subworld", sondern auch unter "andreas thaler" auf dem ersten Platz der jeweiligen Trefferliste. Und auf dem wirklich großen "internationalen Zubringer", www.google.com, liegen wir mit diesen beiden Suchbegriffen innerhalb der ersten vier Plätze!

Um dieses Ergebnis zu erreichen, wurde selbstverständlich nicht durch irgendwelche Tricks "nachgeholfen", alleine der Inhalt von www.subworld.at ist dafür maßgeblich.

Das ist schön für Sie, weil Sie jetzt noch rascher zu uns finden. Und schön für uns, weil Sie jetzt noch rascher bei uns sind! :-)

Risiko GPS

Dienstag, 15. August 2006, 0:08

Zahlen auf das Sichtfenster der Kartentasche schreiben ...

Zahlen auf das Sichtfenster der Kartentasche schreiben ...

Als ich unlängst UTM-Koordinaten vom GPS-Gerät ablas, mit einem Stift die Zahlen auf das Sichtfenster meiner Kartentasche schrieb, korrigierte, verwarf, wieder ablas, nochmals notierte und schließlich leise vor mich hinmurmelnd den Planzeiger auf der Karte herumschob, solange, bis ich plötzlich und unvermittelt einen lauten Freudenschrei ausstieß, meinte meine Freundin besorgt, dass es mit dem armen Genie in
"A Beautiful Mind" ähnlich begann, so wie ich mich hier aufführte mitten auf der Wiese.

Meinetwegen, der bekam ja dann auch den Nobelpreis - mit dem GPS geh ich seitdem aber nur mehr alleine aus.

Eine Stadt für Fotografen

Montag, 14. August 2006, 22:47

Aber niemals ist es so, dass die Bewegung völlig 
zum Erliegen käme.

Aber niemals ist es so, dass die Bewegung völlig
zum Erliegen käme.


Wien hat immer zugleich etwas Bewegtes und Ruhendes - dieser Dualität entkommt man als Zufußgehender weder auf den großen Plätzen, den Boulevards und Prospekten, noch in den Straßen und engen Gassen der Stadt. Sie ist dem Beobachter immer gegenwärtig, wenn auch ihre Relation variabel erscheint, im Sinne einer linearen Abnahme des Bewegten in Richtung der äußeren Bezirke, besonders derer, sie sich langezogen und flach in die Ausläufer des Wienerwaldes schmiegen. Aber niemals ist es so, dass die Bewegung völlig zum Erliegen käme, ein Ast im Wind oder ein Wäschestück, aufgehängt in einem sorgsam umfassten Vorgarten, zeugt immer von deren Gegenwart, wenn oft auch nur ganz leise und fast schon für den Beobachter nicht mehr wahrnehmbar.

Von besonderem Zauber ist diese Parallelität in den späten Herbstmonaten und im Winter, wenn die Schatten flach unter dem allgegenwärtigen Hochnebel fallen und der Frühling eine endlos weit entfernte Angelegenheit eines fremden Landes zu sein scheint.

Dann ist es hier ganz besonders eine Stadt für Fotografen.

Zuschrift eines Freundes

Donnerstag, 10. August 2006, 22:11

schxxxx kameras, ich kann's schon nicht mehr lesen, kaum ist eine angeschafft und verstanden, wird sie bereits fuer veraltet erklaert und was neues kommt auf den tisch.

kann aber auch sein, dass ich bereits technikkaputt bin, ich hab soviele ladegeraete schon bei mir rumliegen, dass ich mich sehr konzentrieren muss, das richtige fuer den aktuellen zweck zu nehmen, gut, dass fast jedes einen anderen usb-stecker hat.

das staendige beschaeftigen mit bedienungsanleitungen und im-kopf-behalten von verschiedenen routinen fuer verschiedene geraete belastet, meine suunto x9i mit gps sieht harmlos aus, aber hat's gewaltig in sich, dagegen ist das handling der 5D laecherlich einfach. dann noch der blackberry, der geko usw. :)

hier liegen auch verschiedene fachbuecher, man kann das alles gar nicht mehr richtig verdauen, kaum hat man eines durch, kommt schon die zweite auflage, bald wird wohl auch wieder fotoschop in die naechste runde gehen usw. immerhin kauf ich mir keine plug-ins mehr, das erleichtert.

vor 10 jahren war noch alles ueberschaubar.

and.



Anmerkung: Vier Wochen mit einer camera obscura in den Bergen - das wäre wohl die angezeigte Kur fuer meinen Freund. ;-)

Kooperative digitale Wunderwelt

Sonntag, 6. August 2006, 22:06

Beim letzten Computer-Upgrade war mir unter anderem eine ausreichende Anzahl von freien USB-Ports (selbstverständlich nur USB 2.0) sehr wichtig, ermöglicht es doch USB so wunderbar, Geräte wie Digitalkameras, GPS oder den BlackBerry mit dem PC zu verbinden und aus zwei Einzel-Wundern ein noch größeres Gesamtwunder zu machen. Ich bin immer wieder überrascht und ergriffen, wie perfekt mittlerweile die digitale Gerätschaft untereinander zusammenarbeitet. Abstürze, gröbere Bugs oder gar Systemversagen kommen zumindest bei mir spätestens seit Windows 2000 nicht mehr vor, alles ist rasch installiert und macht hernach Freude, solange, bis die USB-Ports knapp werden und ich den Überblick verloren habe, welches USB-Kabel nun zu welchem Device gehört.

In meinem analogen Fotografenvorleben - irgendwann in den 80er und 90er-Jahren, wer kann sich schon an diese dunkle Zeit erinnern? - ging es nicht in Ansätzen so perfekt ab. Verglichen mit dem hochriskanten Abenteuer, einen infrarotempfindlichen Schwarz-Weiß-Film im Wechselsack selbst in die Filmspule für die Entwicklerdose einzufädeln, ist das Einstecken einer CF-Karte in den USB-Kartenleser heute eine seelenlos-sichere Angelegenheit. Höchstens, dass die Übertragung zum PC nicht auf Anhieb klappt. Und wie die Aufnahmen aussehen, hat man ja auch schon vorher am Display seiner Kamera gesehen und dabei die Nachbearbeitung in Photoshop bereits in Gedanken vorweggenommen.

Nur wenn sich - wie in Wien in den letzten Wochen - Stromausfälle ereignen, dann wird es wieder ein bisschen spannender in dieser perfekten, kooperativen, fehlerfreien aber manchmal auch so schrecklich langweiligen digitalen Wunderwelt.