Kopf und Schrank entlasten
Samstag, 23. September 2006, 13:21

Vier waren - insgesamt gesehen - dann doch
zuviel ...
Ich hätte es mir bis vor Kurzem nicht vorstellen können, jetzt ist es aber bereits schon wieder einige Tage Realität und ich wundere mich nur, dass ich es nicht schon viel früher getan habe: Ich habe zwei Kameras aus meinem Equipment abgegeben, zwei Technikpersönlichkeiten, mit denen ich über Jahre gerne gearbeitet hatte und die mir so ans Herz gewachsen waren.
Der Entschluss kam plötzlich und mir ging es dabei gar nicht so sehr um ein gutes Verkaufsergebnis, als darum, Kopf und Schrank von Technik zu entlasten, die ich letztendlich nicht mehr in Verwendung hatte. Zusätzlich empfand ich es mittlerweile als richtiggehende Belastung, das notwendige Wissen zur Bedienung von vier Kameras im Kopf mit mir herumzuschleppen und stets à jour zu halten, was ja ohnehin bei der jeweiligen Komplexität der Geräte nicht mehr sinnvoll zu machen war, mit der Konsequenz, dass ich keine der Kameras mehr vor Motiv intuitiv bedienen konnte, wie es für eine ebensolche Fotografie unbedingt erforderlich ist. Dass ich inzwischen auch bereits Probleme hatte, aus dem Schrank auf Anhieb das richtige Ladegerät für die jeweiligen Akkus hervorzuziehen, trug dazu bei, mir den Entschluss leicht zu machen, hier einmal ordentlich aufzuräumen (von "Ausmisten" schreibe ich bewusst nicht, weil es ja nicht um eine Entrümpelungsaktion ging).
Überraschend schnell ging es dann, geeignete Abnehmer zu finden, und das Gefühl der Erleichterung, dass sich nach jedem "Deal" einstellte, war ebenso angenehm wie jenes, wenn ein eben gekauftes, neues Gerät zu Hause ausgepackt wird.
Meine beiden verbliebenen Kameras heissen Canon EOS 5d und Canon Powershot S60 - eine digitale Spiegelreflex- und eine digitale Kompaktkamera, ein ideales Gespann für nahezu jede Aufnahmesituation.
So wünsche ich meinen beiden abgegebenen einstigen Begleiterinnen noch ein langes und produktives Leben in engagierter Fotografenhand und freue mich über die gemachte Erfahrung und viel Geld, das ich mir dadurch in Zukunft sparen werde. Denn ich möchte nicht mehr in die Situation kommen, aus vier Kameras, vier Ladegeräten und vier Handbüchern auswählen zu müssen, um dann letztendlich doch nur das Gefühl zu haben, mit eigentlich nichts wirklich mehr Vertrautem in der Hand fotografieren zu wollen.





